In Frankreich steigen Autobahn-Péage-Preise regelmäßig – zum 1. Februar 2026 im Schnitt um 0,86 %. Das ist kein Drama pro Fahrt, aber über mehrere Urlaubs- oder Familien-Trips summiert es sich schnell. (Quelle: Service-Public.fr, 02.02.2026)

Wie du mit Routenplaner-Apps Maut sparst (ohne Magie)

Route-Apps sparen dir Maut nicht, indem sie „Rabatte“ finden – sondern indem sie dir bessere Entscheidungen ermöglichen:

  • Mautstraßen meiden: Du lässt dir bewusst eine Route rechnen, die mautpflichtige Abschnitte umgeht.
  • Routen vergleichen: Du siehst (je nach App) Alternativen und wägt ab: Zeit vs. Sprit vs. Maut.
  • Vignetten & Pässe berücksichtigen: In Ländern mit Vignette kann „Autobahn nehmen“ ohne gültige Vignette teuer werden – gute Apps warnen zumindest oder lassen dich vermeiden.

So bin ich in der Praxis vorgegangen (funktioniert für fast jede App ähnlich):

  1. Ziel eingeben, Alternativrouten anzeigen lassen.
  2. Option „Maut vermeiden“ einmal aktivieren und das Ergebnis checken.
  3. Wenn die Maut-freie Route deutlich länger ist: kurz überlegen, ob du lieber Teil-Strecken mautpflichtig fährst (z. B. nur Tunnel/Brücke vermeiden).
  4. Bei Reisen ins Ausland: Vignettenpflicht im Blick behalten (siehe Stolperfallen weiter unten).

5 Apps, mit denen du Mautkosten gezielt reduzierst

1) Google Maps (Allrounder, wenn du schnell umstellen willst)

Was ich im Alltag daran mag: Die „Maut vermeiden“-Option ist schnell gesetzt, und Google zeigt dir meist sofort eine brauchbare Alternative.

So nutze ich es zum Mautsparen

  • Route starten → Menü/Optionen → „Avoid tolls / Maut vermeiden“ aktivieren. (Quelle: Google Blog)

Vorteile

  • Sehr schnell, sehr bekannt, gute Abdeckung.
  • Zeigt (in bestimmten Ländern) auch Mautpreise an bzw. baut das Feature aus. (Quelle: Google Blog)

Nachteile

  • Mautpreise sind nicht überall gleich gut verfügbar.
  • „Maut vermeiden“ kann dich auf Landstraßen führen, die sich mit Kindern/Stress nicht immer lohnen.

2) Waze (gut, wenn du flexibel bleiben willst)

In meinem Test ist Waze vor allem dann stark, wenn Verkehrslage die Entscheidung „Maut oder nicht“ ständig verändert – du musst aber die Einstellungen im Blick behalten.

So nutze ich es zum Mautsparen

Vorteile

  • Schnelles Umschalten zwischen „sparen“ und „schnell ankommen“.
  • Sehr dynamisch bei Stau/Umleitungen (Praxis-Feeling: „Waze denkt ständig mit“).

Nachteile

  • Je nach Region hängt viel an der Datenqualität der als Maut markierten Abschnitte.
  • Wenn du häufig wechselst, vergisst man den Toggle leichter (und wundert sich später über Umwege).

3) HERE WeGo (stark für Europa, inkl. Vignetten-Hinweisen)

HERE WeGo hat mich überrascht, weil es nicht nur „Mautstraßen vermeiden“ anbietet, sondern das Thema Vignetten explizit adressiert.

So nutze ich es zum Mautsparen

Vorteile

  • Klare Route-Preferences inkl. „Toll roads vermeiden“. (Quelle: HERE Help)
  • Hinweislogik zu Vignetten (und wo sie nötig sein können). (Quelle: HERE Help)

Nachteile

  • Je nach CarPlay/Android-Auto-Setup sind manche Dinge komfortabler am Handy vorab zu setzen.
  • Vignettenkauf über Partnerlink ist praktisch, aber: Preis/Seriosität immer prüfen (siehe „Stolperfallen“).

4) Sygic GPS Navigation (Route-Regeln sehr granular)

Sygic fühlt sich für mich „regelbasierter“ an: Du stellst die Route-Logik einmal ein (z. B. Maut vermeiden) und lässt sie dann laufen.

So nutze ich es zum Mautsparen

Vorteile

  • Viele Vermeidungen sauber getrennt (Maut, Fähren, Mautzonen etc.). (Quelle: Sygic Manual)
  • Gut, wenn du konsequent „sparsam“ fahren willst und nicht dauernd umstellst.

Nachteile

  • Die „Avoid“-Logik steht und fällt mit Kartendaten (Sygic weist darauf hin, dass Vermeidung datenabhängig ist). (Quelle: Sygic Manual)
  • Manchmal ist es zu konsequent – dann musst du bewusst wieder „lockern“.

5) ViaMichelin (mein Favorit fürs Budget-Feeling: Kosten sichtbar machen)

Wenn ich wirklich sparen will, hilft mir am meisten, wenn eine App Kosten als eigenes Thema behandelt – nicht nur „schnell/kurz“. ViaMichelin ist genau so.

So nutze ich es zum Mautsparen

Vorteile

  • Kostenaufteilung (z. B. Fuel und Tolls) ist sehr greifbar. (Quelle: ViaMichelin Maps)
  • „Avoid tolls“-Option ist explizit dafür gedacht, Zeit und Kosten neu zu kalkulieren. (Quelle: Michelin Magazin)

Nachteile

  • Wenn du nur „von A nach B“ willst, wirkt es manchmal wie „mehr Tool als Navi“.
  • Je nach Region sind Kostendaten naturgemäß nie perfekt – ich nutze es als Budget-Orientierung, nicht als Cent-genaue Rechnung.

Typische Stolperfallen (die dir Apps nicht immer abnehmen)

Vignetten: sparen wollen, aber trotzdem zahlen müssen

Manchmal „sparst“ du Maut nicht durch Ausweichen, sondern indem du die richtige Vignette passend zur Reise kaufst – sonst wird es richtig teuer.

  • Österreich: Die 10‑Tages‑Vignette kostet 2026 12,80 € (Pkw). (Quelle: ADAC, 2026‑Mautgebühren)
  • Schweiz: Die offizielle E‑Vignette kostet exakt 40 CHF – und das BAZG warnt ausdrücklich vor Fake‑Websites. (Quelle: BAZG – E‑Vignette)

„Maut umfahren“ kann lokal eingeschränkt sein

Gerade in Österreich gibt es Regionen, in denen Ausweichverkehr abseits der Autobahn eingeschränkt werden kann. Das wird nicht jede App perfekt berücksichtigen – deshalb schaue ich mir die Route vor Abfahrt einmal kritisch an. (Quelle: Graphmasters NUNAV – Hinweis zu Fahrverboten)

  • Preise steigen weiter, aber moderater: Frankreichs jährliche Anpassung (2026 im Schnitt +0,86 %) ist ein gutes Beispiel dafür, warum „Mautkosten im Blick“ inzwischen zum Reisebudget gehört. (Quelle: Service-Public.fr, 02.02.2026)
  • Mehr Digitalisierung – mehr Betrugsversuche: Gerade bei E‑Vignetten nimmt Scam zu; die Schweizer Behörde empfiehlt explizit den Kauf nur über das offizielle Portal. (Quelle: BAZG – E‑Vignette)

„L’augmentation des tarifs de péage en 2025 sera la plus faible depuis 2021, bien inférieure à l’inflation.“ (Quelle: Ministère de la Transition écologique – Presse, 02.12.2024)

Fazit

Mit Route-Planning-Apps sparst du Maut am zuverlässigsten, wenn du Maut vermeiden aktiv nutzt, Alternativen bewusst vergleichst und Vignetten als festen Budgetposten einplanst. Für schnelle Alltagsfahrten reicht oft Google Maps oder Waze; fürs Reisebudget sind HERE WeGo und besonders ViaMichelin extrem praktisch.


Quellen (Referenzen)