2024 haben Versicherer in Deutschland rund 350 Millionen Euro für Wohnungseinbrüche gezahlt – bei einer durchschnittlichen Schadenssumme von 3.800 Euro pro Einbruch. (gdv.de)
Und ja: Genau solche Zahlen sind der Grund, warum „einfach irgendwas“ als Hausratversicherung oft teurer wird als nötig – oder im Ernstfall nicht sauber passt.

„Die Täter nehmen mit, was sich schnell zu Geld machen lässt, das ist heute vor allem teure Technik wie Smartphones, Kameras oder Computer.” (gdv.de)

Was „Save on Home Insurance With Quote Apps“ in Deutschland praktisch heißt

Im Deutschen geht’s meistens um zwei Policen, die du per Quote-App schneller und günstiger passend bekommst:

  • Hausratversicherung (für deine Sachen in der Wohnung): z. B. Feuer, Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Sturm/Hagel – je nach Tarif auch Elementar. (verbraucherzentrale.de)
  • Wohngebäudeversicherung (für Eigentümer:innen, fürs Gebäude selbst): nicht jede Quote-App kann das gleich gut abdecken; viele sind stärker bei Hausrat.

Der „Spar“-Teil entsteht nicht durch Zauberei, sondern durch Vergleich + saubere Einstellungen: Quote-Apps holen Angebote rein, sortieren sie, und du kannst Stellschrauben drehen (Deckung, Extras, Selbstbeteiligung, Wohnfläche, Sicherheitsmerkmale). Das spart Zeit – und oft Geld – weil Preisunterschiede und Leistungsdetails plötzlich sichtbar werden.

Drei Hebel, mit denen Quote-Apps typischerweise wirklich sparen helfen

1) Unterversicherung vermeiden (ohne unnötig zu hoch zu gehen)

Wenn die Versicherungssumme zu niedrig ist, kann es im Schadenfall Kürzungen geben. (verbraucherzentrale.de)
Als grobe Orientierung wird oft eine Pauschale von ca. 650 € pro m² Wohnfläche genutzt (je nach Tarif/Anbieter). (verbraucherzentrale.de)

2) Selbstbeteiligung bewusst setzen

Viele Tarife werden billiger, wenn du eine Selbstbeteiligung wählst. Quote-Apps machen den Preisunterschied meist sofort sichtbar. (Wichtig: Du bezahlst im Schadenfall dann eben mit.)

3) Extras nur zahlen, wenn sie bei dir wirklich relevant sind

Typische Kostentreiber (und gleichzeitig typische „lohnt sich vielleicht“-Bausteine) sind z. B. Fahrraddiebstahl, Glas, grobe Fahrlässigkeit, Elementar, erweiterter Diebstahl außerhalb der Wohnung. Gute Quote-Apps zeigen dir, was ein Häkchen wirklich kostet – und was es bringt.

Warum gerade jetzt? Ein Trend, der Quote-Apps Rückenwind gibt

Der digitale Abschluss ist längst kein Nischenthema mehr: Laut GDV wurden 2024 22 % der Versicherungsverträge digital abgeschlossen – z. B. über Website, Vergleichsportal oder App. (gdv.de)
Das erklärt, warum die Apps inzwischen nicht nur „Tarifrechner“, sondern komplette Abschluss- und Vertragsstrecken anbieten.

Wichtiger Realitätscheck: Vergleich ≠ kompletter Markt

Vergleichsportale können hilfreich sein – aber Ergebnisse sind nicht automatisch „neutral“ oder „vollständig“. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, auf Transparenz (welche Anbieter sind drin?), Sortierung und mögliche Provisionslogiken zu achten und ggf. mehrere Quellen zu nutzen. (verbraucherzentrale.de)
Auch Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Portale klarer auf eine eingeschränkte Marktauswahl hinweisen müssen. (test.de)

5 Quote-Apps im Praxis-Check (mit Pros & Cons)

1) CHECK24 (Vergleichsportal-App)

So wirkt’s in der Nutzung: Die App ist auf „Vergleichen, wechseln, sparen“ gebaut und bündelt viele Kategorien – Versicherungen sind ein großer Bereich. (apps.apple.com)

Pluspunkte

  • Viele Vergleiche in einer App (praktisch, wenn du sowieso auch Energie/Telekom etc. trackst). (apps.apple.com)
  • Schnell: Du bekommst zügig Preis/Leistung nebeneinander und kannst dich „durchklicken“, bis es passt.

Minuspunkte

  • Vergleichsportale können nicht den kompletten Markt abbilden; Transparenz ist wichtig. (verbraucherzentrale.de)
  • Breite App = nicht immer maximal „tief“ bei Details (du musst Leistungsbausteine aktiv prüfen).

Am besten für dich, wenn …

  • du schnell einen marktüblichen Preisrahmen willst und gerne in einer App alles bündelst.

2) Verivox (Vergleichsportal-App)

So wirkt’s in der Nutzung: Fokus auf „Verträge und Tarife im Griff“ mit Vergleich + teils direktem digitalen Wechsel; Versicherungen sind Teil des Portfolios. (apps.apple.com)

Pluspunkte

  • Sehr „vergleichsorientiert“ (Verträge/Fristen/Wechsel-Logik ist prominent). (apps.apple.com)
  • In der App wird ein Versicherungsmanager/Bestands-Übertragung erwähnt – hilfreich, wenn du Überblick suchst. (apps.apple.com)

Minuspunkte

  • Auch hier gilt: Portale können Rankings/Marktabdeckung haben, die du kritisch lesen solltest. (verbraucherzentrale.de)
  • Du musst dir die Zeit nehmen, Filter und Sortierung bewusst zu setzen (sonst „entscheidet“ die Voreinstellung).

Am besten für dich, wenn …

  • du gerne vergleichst und Fristen/Wechselmöglichkeiten im Blick behalten willst.

3) CLARK (Versicherungsmanager mit Vergleich)

So wirkt’s in der Nutzung: CLARK positioniert sich als digitaler Versicherungsmakler/Manager: Verträge hochladen, analysieren lassen, Verbesserungsvorschläge bekommen – inklusive Vergleich/Optimierung. (clark.de)

Pluspunkte

  • „Bestandsaufnahme“ ist stark: Du kannst bestehende Policen einpflegen und gezielt optimieren statt bei Null zu starten. (apps.apple.com)
  • Vergleich über viele Anbieter wird kommuniziert (relevant, wenn du nicht nur „den billigsten“, sondern „passt wirklich“ suchst). (apps.apple.com)

Minuspunkte

  • Makler-/Vermittlungsmodell bedeutet: Du solltest verstehen, wie Vermittlung/Provisionen grundsätzlich funktionieren und wie Empfehlungen zustande kommen. (vzbv.de)
  • Wenn du nur „1 Tarif neu“ willst, kann das Setup (Kontoregistrierung, Verträge hochladen) mehr Aufwand sein als ein schneller Rechner.

Am besten für dich, wenn …

  • du mehrere Versicherungen hast und systematisch Kosten + Lücken checken willst, nicht nur Hausrat.

4) Getsafe (digitaler Versicherer mit App-Abschluss)

So wirkt’s in der Nutzung: Getsafe setzt auf „100 % digital“ (Abschluss, Verwaltung, Schadenmeldung) und bietet Hausrat mit Online-Preis/Angebot. (apps.apple.com)

Pluspunkte

  • Digitaler Flow: Abschluss und Schadenmeldung sind klar als App-Prozess gedacht. (hellogetsafe.com)
  • Hausrat ist als eigenes Produkt ausgeprägt beschrieben (du siehst schnell, welche Leistungen grundsätzlich abgedeckt werden sollen). (hellogetsafe.com)

Minuspunkte

  • Als Direkt-/Digitalanbieter ist der „Vergleich“ naturgemäß weniger breit als bei Portalen (du vergleichst eher gegen andere Apps/Anbieter).
  • Du musst besonders sauber prüfen, welche Bausteine (z. B. Elementar, Fahrrad, grobe Fahrlässigkeit) in deinem Angebot wirklich drin sind.

Am besten für dich, wenn …

  • du eine schlanke, digitale Hausrat suchst und gerne direkt in einer App abschließt und verwaltest.

5) Lemonade (App-basierte Hausrat & Privathaftpflicht)

So wirkt’s in der Nutzung: Lemonade bietet in der App explizit „Hausrat & Privathaftpflicht“ an und setzt stark auf Geschwindigkeit und mobile Schadenmeldung. (apps.apple.com)

Pluspunkte

  • Sehr App-zentriert (Abschluss/Verwaltung/Schadenmeldung sind als „Handy-first“ beschrieben). (apps.apple.com)
  • Interessant, wenn du eine moderne, schlanke Nutzerführung bevorzugst.

Minuspunkte

  • Wie bei vielen App-Versicherern gilt: Du brauchst den Blick fürs Kleingedruckte (Deckung, Limits, Ausschlüsse, Zusatzbausteine).
  • Wenn du „klassische“ Beratung willst, kann ein Portal oder Makler-Setup besser passen.

Am besten für dich, wenn …

  • du Versicherung gern komplett mobil managst und es dir vor allem um einfache Prozesse geht.

Mini-Checkliste: So nutzt du Quote-Apps, ohne in typische Fallen zu laufen

  • Wohnfläche und Risikoangaben sauber eintragen (sonst stimmt der Preisvergleich nicht). (verbraucherzentrale.de)
  • Versicherungssumme realistisch wählen (Faustregel pro m² kann helfen, ist aber nicht für jeden Haushalt perfekt). (verbraucherzentrale.de)
  • Filter/Sortierung aktiv prüfen; Portale kritisch nutzen und Transparenzhinweise lesen. (verbraucherzentrale.de)
  • Bei sehr wertvollem Hausrat (Technik, Schmuck, Sammlungen) Limits und Nachweispflichten checken. (test.de)

Fazit (kurz)

Quote-Apps sind vor allem dann stark, wenn du Preis und Leistung nebeneinander sehen willst und bereit bist, ein paar Minuten in saubere Angaben und sinnvolle Bausteine zu investieren. In einem Markt, in dem schon 75,7 % der Haushalte Hausrat versichert haben, geht’s beim Sparen weniger ums „Ob“, sondern ums „Wie gut passt es – und wofür zahlst du eigentlich?“. (gdv.de)


Quellen (Auswahl)

  • GDV – Einbruchsstatistik 2024/Schadenhöhe (Presseinfo, aktualisiert 04.04.2025). (gdv.de)
  • GDV – Digitale Abschlüsse: 22 % in 2024 (Presseinfo, aktualisiert 08.07.2025). (gdv.de)
  • GDV – Versicherungsdichte Hausrat (Daten/Übersicht). (gdv.de)
  • Verbraucherzentrale – Hausratversicherung: Versicherungssumme, Unterversicherung, 650 €/m² als Orientierungswert (Stand 10.11.2025). (verbraucherzentrale.de)
  • Verbraucherzentrale – Vergleichsportale richtig nutzen: Transparenz, Marktabdeckung, Sortierung (Stand 21.10.2025). (verbraucherzentrale.de)
  • Stiftung Warentest – Hinweis zu Markt-Auswahl bei Vergleichsportalen (Recht/Transparenz). (test.de)
  • Apple App Store – CHECK24 App (Beschreibung). (apps.apple.com)
  • Apple App Store – Verivox App (Beschreibung). (apps.apple.com)
  • Apple App Store – CLARK App (Beschreibung). (apps.apple.com)
  • Getsafe – Hausratversicherung Produktseite. (hellogetsafe.com)
  • Apple App Store – Lemonade Versicherung (Hausrat & Privathaftpflicht). (apps.apple.com)